Kampfsportarten werden immer beliebter

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Die Zeiten, als Schauspieler und Martial-Arts-Star Jackie Chan mit seinen asiatischen Kampfsportfilmen noch Exotenstatus besaß, sind längst vorbei. Auch in Deutschland wird mittlerweile in Fitnessstudios und auf Dojos laundauf, landab Kickboxen, Muay Thai, Karate, Wing Chun, Judo und mehr trainiert.

Dabei zählen Kampfsportarten zu den ältesten Disziplinen der Welt. Im antiken Griechenland wurden Duelle in den „schweren Sportarten“, wie Ringen, Boxen und Pankration, einer Art Freistilmischung aus Ringen und Boxen, genannt wurde, nicht nur bei den olympischen Spielen ausgetragen. Sie galten auch als wichtiger Teil der Erziehung für Jungen. Wie noch heute wachten Schiedsrichter streng auf die Einhaltung der Regeln, auch wenn die Strafen sich geändert haben.  Peitschenhiebe gehören nicht mehr dazu.

Deutschland war dank Größen wie Vorkriegsweltmeister Max Schmeling und seinen Nachfolgern Bubi Scholz und Henry Maske, lange Zeit vor allem eine Boxernation.

Doch die zunehmende Popularität von aus dem asiatischen Raum stammenden Kampfsportarten hat die Lage verändert. Erfolg haben deutsche Sportler auch hier. Ein echter Pionier war Erich Rahn, der dank der Handelsbeziehungen seines Vaters mit China und Japan mit Jiu-Jitsu in Berührung kam. Er gründete im Jahr 1906 die erste Ji-Jitsu-Schule in Berlin, wo er unter anderem die Polizei trainierte. Rahns Erfolgen ist es zu verdanken, dass die fernöstliche Kampfsportart in Deutschland offizieller Wettkampfsport wurde. Judoka Udo Quellmatz war auf der Matte sowohl bei Olympischen Spielen wie bei Weltmeisterschaften siegreich. Regina Halmich, von 1995 bis 2007 unbesiegte Weltmeisterin im Boxen, hatte als Kind mit Judo angefangen und war dann zu Karate und Kickboxen gewechselt, ehe sie im Boxen ihre Heimat fand.

Die Liste der Kampfsportarten ist fast endlos. Zu den auf den Traditionen der alten Griechen beruhenden Sportarten gesellen sich zahlreiche Varianten, die unter anderem auf dem japanischen Budo, dem chinesischen Kung Fu, dem koreanischen Taekwondo, dem russischen Sambo und dem türkischen Ölringen basieren. Ihnen allen liegt zugrunde, dass es um nach strikten Regeln ausgetragene sportliche Wettkämpfe geht, die in erster Linie Spaß machen sollen, ohne dass einer der Kontrahenten dauerhafte Verletzungen erleidet. Dieser Sport- und Spaßfaktor trägt dazu bei, die Zuschauer zum Mitfiebern zu bringen und auf ihre Favoriten wetten zu lassen. Vor allem beim Boxen und bei Mixed Martial Arts, einer regelarmen Mischung aus Techniken von Boxen, Karate, Muay Thai, Judo und Taekwondo, sind die Fans mit Leib und Seele dabei. 

Die Begeisterung, auf die Ausgänge von Kämpfen zu setzen, hat sich ebenfalls seit der Antike gehalten. Bei den alten Römern waren Wetten auf Sieger (oder Überlebende) ein weiterer Anreiz für „Brot und Spiele“ in den Arenen des Reichs.

Dabei geht es vielen Fans nicht darum, selbst zu gewinnen, sondern sich selbst stärker als Teil des spannenden Geschehens zu empfinden. Das gilt gerade auch für Nichtathleten.

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